Dr. h.c. Hans Christian Asmussen

1898 in Flensburg geboren, studierte Asmussen Theologie und war anschließend als Pastor in Flensburg, Albersdorf (Süderdithmarschen) und Altona tätig. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gehörte er zu den Unterzeichnern des Rundschreibens der „Not- und Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Pastoren“. Diese verstanden sich als schleswig-holsteinische Gruppe des Pfarrernotbundes und versuchten, gegen die „Deutschen Christen“ Front zu machen. Asmussen wurde daraufhin vom Pfarrdienst suspendiert. Er gehörte zu den führenden Repräsentanten der Bekennenden Kirche und bereitete gemeinsam mit Thomas Breit 1934 die "Theologische Erklärung zur gegenwärtigen Lage der Deutschen Evangelischen Kirche" vor, die als "Barmer Bekenntnis" zur bedeutendsten evangelischen Bekenntniserklärung des 20.Jahrhunderts wurde. Ab November 1936 wirkte Asmussen als theologischer Berater in der Leitung der Bekennenden Kirche und leitete von 1936 bis 1941 die Kirchliche Hochschule in Berlin. 1941 wurde er verhaftet und zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt. 1945 wurde er Präsident der Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und war an der Ausarbeitung des „Stuttgarter Schuldbekenntnisses“ des Rates der EKD beteiligt. Zwischen 1949 und 1955 wirkte Asmussen als Probst in Kiel. Er starb 1968 in Speyer.