Dr. Walter Bauer

Dr. Walter Bauer am 20.07.1955 anlässlich seiner Rede zum 11. Jahrestag des 20. Juli 1944 im Ehrenhof der Gedenk- und Bildungsstätte Stauffenbergstraße
Quelle: GDW

1901 in Heilbronn geboren, studierte Bauer in Freiburg, Berlin und Tübingen, promovierte zum Dr. rer. pol. und war anschließend in der Montanwirtschaft tätig. Bauer, der sich der Bekennenden Kirche angeschlossen hatte, wurde nach dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 verhaftet und wegen Hoch- und Landesverrats vom „Volksgerichtshof“ angeklagt. Nach Kriegsende war er als selbständiger Unternehmer tätig. 1950 wurde Bauer, der zuvor an Dekartellisierungsverhandlungen beteiligt war, von der Bundesregierung zum Mitglied der deutschen Delegation der Pariser Sechs-Mächte-Konferenz ernannt, die zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl führte. Er war bis zu seinem Tod Vorsitzender der deutschen Gruppe der Europäischen Vereinigung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Zudem war Bauer Mitglied des Diakonischen Rates der Evangelischen Kirche und Mitbegründer des „Hilfswerks 20. Juli 1944“. Bauer starb 1968 in Fulda.