Gerhart Rudolf Baum

Quelle: GDW

1932 in Dresden geboren, studierte Baum in Köln Rechtswissenschaften und ließ sich dort als Rechtsanwalt nieder. Von 1962 bis 1972 war er Mitglied der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitergeberverbände (BDA) und stellvertretender Leiter der Abteilung für internationale Sozialpolitik. Seit 1954 Mitglied der FDP, war Baum von 1966 bis 1968 Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und von 1968 bis 1979 Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Köln, der als einer der wichtigsten Bastionen der Linksliberalen galt. 1972 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und im gleichen Jahr Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium. 1978 wurde er Nachfolger des Bundesinnenministers Maihofer und übernahm dieses Amt bis 1982. Von 1982 bis 1991 war er einer der drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP. Auf ein Amt in der Regierung Kohl verzichtete er. 1992 wurde Baum, der sich vor allem in Fragen von Bürger- und Menschenrechtsfragen engagierte, Chef der deutschen Delegation in der UNO-Menschenrechtskommission in Genf, von der Bundesregierung wurde er als Menschenrechtsexperte für die KSZE-Gremien benannt. 2001 übernahm er das Amt des UN-Sonderberichterstatters für den Sudan.