Dr. Hans Böhm

Quelle: GDW

1899 in Hamm/Westfalen geboren, studierte Böhm evangelische Theologie in Berlin und Tübingen. Nach den theologischen Examina und der Promotion war er ab 1930 als Pfarrer in Lang-Heinerdorf sowie als Referent beim Evangelischen Oberkirchenrat Berlin, später als Siedlungspfarrer in Berlin-Zehlendorf tätig. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme schloss sich Böhm der Bekennenden Kirche (BK) an. Er wurde Mitglied des Berliner Bruderrates und Sprecher der BK und 1936 in die Vorläufige Leitung des Reichsbruderrates der BK gewählt. Auf Grund seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus wurde Böhm mehrfach festgenommen und zu Gefängnisstrafen verurteilt. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 war er wegen Fluchthilfe für Mitverschwörer in das Berliner Gestapo-Gefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße verschleppt worden, wo er erst im April 1945 frei kam. 1945 bis 1959 war Böhm Probst von Berlin und Oberkonsistorialrat im Konsistorium Berlin-Brandenburg sowie Vizepräses der Evangelischen Kirche in Deutschland. Böhm starb 1962.