Prof. Dr. Hans Buchheim

Prof. Dr. Hans Buchheim am 20.07.1982 anlässlich seiner Rede zum 38. Jahrestag des 20. Juli 1944 im Ehrenhof der Gedenk- und Bildungsstätte Stauffenbergstraße
Landesarchiv Berlin/Filipp Israelson

1922 in Freiberg/Sachsen geboren, studierte Buchheim bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht 1941 Philosophie und Klassische Philologie. Nach Krieg und Gefangenschaft nahm er 1946 seine akademische Ausbildung wieder auf und promovierte 1950 zum Dr. phil. Zwischen 1951 und 1966 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München und legte grundlegende Studien über das nationalsozialistische Herrschaftssystem und die Geschichte von SS und Polizei im NS-Staat vor. Zunehmend war Buchheim auch als Gutachter in Wiedergutmachungsangelegenheiten sowie in Prozessen gegen nationalsozialistische Gewaltverbrecher tätig. In den sechziger Jahren befasste er sich vor allem mit der Theorie des Totalitarismus. Buchheim wirkte als CDU-Mitglied in verschiedenen Parteikommissionen mit. Zudem war er Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, wo er als Vorsitzender des Beirates für politische Fragen sowie der Kommission „Politik, Verfassung, Recht“ fungierte. Seit Herbst 1966 lehrt er als Ordinarius für Politikwissenschaft an der Universität Mainz