Prof. Dr. Karl Carstens

Quelle: GDW

1914 in Bremen geboren, studierte Carstens Jura und politische Wissenschaften, legte in den Jahren 1936 und 1939 die beiden juristischen Staatsprüfungen ab und promovierte 1937 zum Dr. jur. Nach dem Kriegsdienst 1945 eröffnete er in Bremen eine Anwaltspraxis. 1948/49 folgten Studien an der Yale-Universität in New Haven/Connecticut (USA). 1949 bis 1954 vertrat Carstens die Hansestadt Bremen als Bevollmächtigter beim Bund. Daneben habilitierte er sich 1952 und las als Privatdozent Staats- und Völkerrecht in Köln. 1960 wurde er Ordinarius und Leiter des Instituts für das Recht der Europäischen Gemeinschaft. Von 1954 bis 1955 war Carstens Vertreter der Bundesrepublik beim Europarat in Straßburg. 1955 ins Auswärtige Amt berufen, wurde er 1960 dort Staatssekretär. Während der Großen Koalition war er Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, später im Bundeskanzleramt. 1970 übernahm er die Leitung des Forschungsinstitutes der Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik. Seit 1972 im Deutschen Bundestag, folgte er 1973 Rainer Barzel als Fraktionsvorsitzender der CDU nach. 1976 Bundestagspräsident, wurde Carstens 1979 zum Bundespräsidenten gewählt und verzichtete 1984 auf eine zweite Kandidatur. Er starb 1992 in Meckenheim.